Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit Helmholtz-Zentrum Potsdam

Digitalisierung und Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit

Dauer

bis
Dr. Grischa Beier

Prof. Dr. Grischa Beier

Forschungsgruppenleiter
Im Uhrzeigersinn: Thomas Ernsting/laif, istock/subman, Tony Law/Redux/laif

In den letzten Jahrzehnten ist Digitalisierung in vielen Sektoren zum Treiber wirtschaftlicher Entwicklung geworden. Es ist jedoch unklar, ob und in welchem Ausmaß die Digitalisierung, insbesondere in der Industrie, den Weg hin zu einer nachhaltigen Entwicklung fördert - oder sich sogar nachteilig auswirkt. Kann Digitalisierung einen Beitrag zur sozial-ökologischen Transformation in der Wirtschaft leisten? Falls ja, unter welchen Bedingungen ist dies möglich? Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, Zusammenhänge zwischen Digitalisierung, wirtschaftlicher Entwicklung und sozialen sowie ökologischen Faktoren in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen besser zu verstehen.

Kann Digitalisierung eine nachhaltige Wirtschaftsweise unterstützen?

Im Zentrum der Untersuchungen steht dabei das Zusammenspiel von Digitalisierung, Gesellschaft und Umwelt. Unklar ist beispielsweise, ob mögliche Einsparpotentiale durch Digitalisierung in der industriellen Fertigung den Ressourcenverbrauch der Technologien aufwiegen. Produktionsanlagen müssen zum Beispiel zunächst digital umgerüstet werden, um sensorgestützte Optimierungen und Reduzierungen des Energieverbrauchs zu ermöglichen. Die Forschungsgruppe untersucht daher die Frage, in welchen Wirtschaftsbereichen mögliche Hebelwirkungen der Digitalisierung bestehen und wie diese gegebenenfalls genutzt werden können. Dabei werden insbesondere Perspektiven aus der industriellen Praxis sowie der Politik berücksichtigt.

Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Digitalisierung und nachhaltigem Wirtschaften im internationalen Kontext?

Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, Zusammenhänge zwischen Digitalisierung, wirtschaftlicher Entwicklung und sozialen sowie ökologischen Faktoren in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen besser zu verstehen. Die Forschungsgruppe untersucht dabei ausgewählte afrikanische, südamerikanische und asiatische Länder. Im Fokus steht etwa die Frage, inwiefern digitale Technologien in Lieferketten zu einem besseren Daten- und Informationsaustausch über Nachhaltigkeitsfragen beitragen können und Wertschöpfung dadurch umweltfreundlicher gestaltet werden kann. Durch digitale Vernetzung entstehen beispielsweise Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Bereich umweltfreundlicherer Fertigungsverfahren oder der Durchsetzung von Nachhaltigkeitsstandards entlang der Lieferkette.

Zusammenfassend untersucht das Projekt „Digitalisierung und Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit" Potentiale der Digitalisierung für Nachhaltigkeit im globalen Kontext und erforscht Rahmenbedingungen, wie gleichzeitig sozio-ökonomische Vorteile und Umweltschutz durch Digitalisierung ermöglicht werden können. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, Perspektiven aus Industrie, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft einzubeziehen. Neben dem Verfassen wissenschaftlicher Artikel entstehen so Briefings für Politik und Wirtschaft, werden Workshops mit unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren zur Entwicklung gemeinsamer Lösungen durchgeführt und Wissen von Expertinnen und Experten bei Fachveranstaltungen eingebracht.

Ausgewählte Medienbeiträge

Team

Dr. Grischa Beier

Prof. Dr. Grischa Beier

Forschungsgruppenleiter
Wissenschaftlicher Projektleiter
Silke Niehoff

Silke Niehoff

Senior Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Senior Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Stefanie Kunkel

Dr. Stefanie Kunkel

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Ivonne Triebel

Ivonne Triebel

Sachbearbeiterin
Sachbearbeiterin
Doris Fuchs Leitungsteam RIFS

Prof. Dr. Doris Fuchs

Wissenschaftliche Direktorin
Wissenschaftliche Direktorin
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